Polymarket-Insider erzielen hohe Gewinne kurz vor US-Festnahme von Venezuelas Präsident
Eine Gruppe verdächtiger Wetten brachte mehr als 630.000 USD auf Polymarket ein, nachdem auf die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro gesetzt wurde.
Wegen dieser Aktivitäten gab es in Washington schnell eine Reaktion: Politiker wollen nun verhindern, dass Bundesbeamte auf Vorhersagemärkten handeln dürfen.
US-Politiker wollen Amtsträger von Prognosemärkten ausschließen
Am 4. Januar hat die Blockchain-Analyse-Firma Lookonchain drei digitale Wallets gefunden. Diese Wallets machten zusammen einen Gewinn von 630.484 USD auf Polymarket. Die Wetten gingen auf den Sturz von Maduro.
Auffällig ist: Die Wallets wurden erst wenige Tage vor der Aktion angelegt und mit Geld befüllt. Vorher gab es keine Handelshistorie und es wurden nur Verträge abgeschlossen, die mit dem venezolanischen Präsidenten zu tun hatten.
Laut Blockchain-Daten hat eine Wallet mit dem Namen „0x31a5“ etwa 34.000 USD gesetzt und dabei fast 410.000 USD Gewinn gemacht. Eine weitere Wallet machte aus 25.000 USD Einsatz 145.600 USD. Die dritte Wallet verwandelte 5.800 USD in ungefähr 75.000 USD.
Die genauen Zeitpunkte der Wetten – diese wurden direkt vor der internationalen Bekanntgabe platziert – deuten darauf hin, dass die Tipper bereits mehr über die heikle diplomatische und militärische Aktion wussten.
Aus diesem Grund meint Lookonchain, dass die Handelsmuster dieser Wallets klar zeigen, dass sie auf „Insider“-Informationen zurückgegriffen haben, die nicht öffentlich waren.
Deshalb gibt es jetzt Bestrebungen, um gesetzliche Lücken bei der Regulierung zu schließen.
Der Abgeordnete Ritchie Torres will das Gesetz „Public Integrity in Financial Prediction Markets Act“ für das Jahr 2026 einbringen. Demnach dürften Regierungsinsider keinen Gewinn aus Ergebnissen ziehen, die sie selbst beeinflussen oder schon vorher kennen könnten.
Berichten von Punchbowl News zufolge, die Torres selbst in sozialen Netzwerken bestätigt hat, sieht das Gesetz ein striktes Verbot vor.
Es würde Bundespolitiker, politische Beauftragte und Mitarbeiter der Exekutive daran hindern, Verträge auf Plattformen wie Polymarket und Kalshi zu kaufen, zu verkaufen oder einzutauschen.
„Die Einschränkung gilt für Kauf, Verkauf oder Tausch von Prognosemarkt-Verträgen, die mit staatlicher Politik, staatlichen Maßnahmen oder politischen Ergebnissen auf Plattformen handeln, die zwischen Bundesstaaten tätig sind”, erklärte Jake Sherman, Gründer von Punchbowl News.
Das Gesetz will ähnliche ethische Regeln wie beim STOCK Act auf die dezentrale Wettwirtschaft anwenden.
Falls es beschlossen wird, dürften Regierungsmitarbeiter keine vertraulichen Informationen über Strafverfolgung, Gerichtsurteile oder Außenpolitik mehr für den eigenen Vorteil nutzen.
Im Grunde soll die Regelung die Märkte schützen, die auf das Wissen vieler Menschen aus der Community setzen.
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