Morgan Stanley beantragt Spot-Ethereum-ETFs: TradFi setzt verstärkt auf Krypto
Morgan Stanley hat am Mittwoch einen Antrag für einen Spot-Ethereum-ETF gestellt. Die Bank ist damit die neueste amerikanische Bank, die diesen Schritt geht. Das Ziel ist es, den Ethereum-Kurs abzubilden und Staking-Belohnungen an die Anleger weiterzugeben.
Diese Nachricht kommt nur wenige Tage, nachdem die Bank of America den Zugang ihrer Kunden zu Krypto erweitert hat. Das geschah wegen der steigenden Nachfrage von großen Investoren.
Wall-Street-Riese steigt in den ETF-Markt ein
Neben Ethereum hat Morgan Stanley am Dienstag auch ETF-Anträge für Bitcoin und Solana eingereicht.
Die Bank ist vergleichsweise spät in den Krypto-Bereich eingestiegen. Deshalb zeigt dieser Schritt ihre erste Beteiligung in diesem Bereich des ETF-Marktes. Die Ankündigung kommt etwa zwei Jahre, nachdem Krypto-ETFs in den USA häufiger wurden.
Die S-1-Einreichung von Morgan Stanley ist ein wichtiger Schritt, um Krypto stärker in die klassische Finanzwelt einzubinden. Die Bank verwaltet 1,6 Billionen USD und ermöglicht ihren Kunden dadurch mehr Zugang zu Krypto über regulierte Anlageprodukte.
Der Antrag zeigt auch, dass große Wall-Street-Firmen immer mehr mit digitalen Vermögenswerten arbeiten wollen.
Am Montag berichtete BeInCrypto, dass die Bank of America nun empfiehlt, 1 bis 4 Prozent des Portfolios in Krypto zu investieren.
Zuvor haben Unternehmen wie BlackRock, Fidelity, Goldman Sachs, JPMorgan Chase und Citigroup ebenfalls mit dem Handel und der Tokenisierung begonnen.
Viele Banken haben Angst, bei den Chancen rund um Krypto etwas zu verpassen. Dennoch läuft der Markt insgesamt in letzter Zeit eher schlecht.
Banken setzen auf Krypto – doch der Markt schwächelt
Auch wenn Morgan Stanley mitmacht und damit für eine breitere Akzeptanz sorgt, passiert das in einer Zeit mit starken Kursschwankungen.
Die meisten Spot-Bitcoin-ETF-Anteile liegen noch bei Privatanlegern, viele haben zuletzt Verluste gemacht.
Dadurch wechseln immer mehr Anteile zu institutionellen Anlegern. Ihr Anteil ist von 20 auf 28 Prozent gestiegen. Das zeigt eine allmähliche Veränderung im Markt.
Zudem hat der Krypto-Markt insgesamt seit Oktober rund 600 Mrd. USD an Bitcoin-Marktkapitalisierung verloren. Kleine Krypto-Indizes stehen nun so tief wie zuletzt im November 2020. Neue ETF-Produkte für Altcoins sind zudem schnell ins Minus gerutscht.
Hinzu kommt Unsicherheit, weil US-Präsident Donald Trump schon am Freitag seinen Vorschlag für den neuen Chef der Zentralbank nennen könnte.
Kevin Hassett gilt als Favorit für die Nachfolge von Jerome Powell. Wenn er gewählt wird, rechnet der Markt mit einer lockereren Geldpolitik.
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