Cardano-Prognose für Mittwoch, 24. Dezember, 2025: Der Cardano Kurs ist bereits rund 61 % gefallen. Doch jetzt zeichnet der RSI eine bullische Divergenz ab.
Cardano ist in den letzten drei Monaten rund 61 % gefallen. Doch jetzt könnte eine Aufwärtsbewegung folgen.
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Der Cardano Kurs ist seit Oktober rund 61 % gefallen
Seit Oktober ist der ADA Preis um rund 61 % gefallen. Dabei erreicht er bald zwischen rund 0,216 USD und 0,3137 USD die nächste signifikante Unterstützungszone.
Nach oben hin wartet spätestens am 50-Monate-EMA bei rund 0,549 USD der nächste signifikante Widerstand. Davon abgesehen sind die MACD Linien bärisch überkreuzt im Monatschart, während das Histogramm des MACDs seit drei Monaten bärisch tiefer tickt.
Währenddessen gibt der RSI dabei keine eindeutigen Signale, sondern bewegt sich in neutralem Gebiet. Wenn der Kurs eine starke Aufwärtsbewegung initiieren sollte, warten bei rund 0,72 USD und 0,95 USD die nächsten signifikanten Fibonacci Widerstände.
Erst mit dem Bruch der Golden Ratio bei rund 0,95 USD ist die Korrekturphase beendet.
Im Wochenchart könnten die EMAs ein Death Cross formen
Im Wochenchart könnten die EMAs ein Death Cross formen, womit der Trend mittelfristig bärisch bestätigt wäre. Darüber hinaus sind die MACD Linien bärisch überkreuzt, wohingegen das Histogramm des MACDs seit einigen Wochen bullisch höher tickt.
Der RSI grenzt dabei an überverkauften Regionen, aber gibt keine eindeutigen Signale. Insgesamt geben die Indikatoren im Wochenchart also gemischte Signale.
Im Tageschart zeichnet der RSI eine bullische Divergenz ab
Im Tageschart haben die EMAs bereits ein Death Cross geformt, womit der Trend kurz- bis mittelfristig bärisch bestätigt ist. Die MACD Linien liegen dabei aufeinander und geben damit keine klaren Signale.
Hingegen tickt das Histogramm des MACDs seit einigen Tagen bullisch höher. Darüber hinaus zeichnet der RSI eine bullische Divergenz ab.
Damit könnte der Kurs eine Aufwärtsbewegung initiieren. Sollte der Kurs zum nächsten Widerstand am 50-Tage-EMA bei rund 0,454 USD steigen, impliziert das ein Aufwärtspotenzial von rund 27 %.
Ansonsten fungiert der 200-Tage-EMA bei rund 0,62 USD als weiterer Widerstand.
Im 4H-Chart geben die Indikatoren keine eindeutigen Signale für den Cardano Kurs
Im 4H-Chart haben die EMAs ebenfalls ein Death Cross geformt, womit der Trend kurzfristig bärisch bestätigt ist. Die MACD Linien sind dabei ebenfalls bärisch überkreuzt und das Histogramm des MACDs tickt bärisch tiefer.
Der RSI bewegt sich währenddessen in neutralem Gebiet und gibt keine eindeutigen Signale. Davon abgesehen wurde der Kurs am 50-4H-EMA bei rund 0,375 USD vor Kurzem bärisch abgewiesen.
Zuvor wurde der Kurs am 200-4H-EMA bei rund 0,422 USD bärisch abgewiesen.
Gegen Bitcoin befindet sich der Cardano Kurs zurück an wichtiger Unterstützung
Gegen Bitcoin befindet sich Cardano an der Unterstützungszone zwischen rund 0,00000396 BTC und 0,000005 BTC. Sollte der Kurs bullisch abprallen, warten bei rund 0,00000688 BTC und 0,0000096 BTC die nächsten signifikanten Fibonacci Widerstände.
Der RSI bewegt sich dabei in neutralem Territorium und die MACD Linien stehen kurz vor einer bärischen Überkreuzung, während das Histogramm des MACDs bereits seit drei Monaten bärisch tiefer tickt.
Sollte Cardano die nächsten Fib Widerstände überwinden können, könnte der ADA Kurs erneut den 50-Monate-EMA bei rund 0,00001061 BTC anvisieren.
Cardano (ADA) wird unter anderem auf diesen Krypto-Börsen gehandelt:
Der USDT-Stablecoin-Emittent Tether drängt darauf, die Art und Weise zu ändern, wie wir unser digitales Leben schützen. Ein neuer Ansatz verspricht, die Kontrolle wieder in die eigenen Hände zu legen, indem er die Cloud umgeht und traditionelle Passwortmethoden zunehmend veraltet erscheinen lässt.
Tether hat eine Geheimwaffe gegen Cloud-Angriffe vorgestellt
Tether hat mit der Einführung von PearPass, dem ersten Peer-to-Peer-Passwortmanager, der die Abhängigkeit von Cloud-Speichern beseitigen soll, einen mutigen Schritt in Richtung Cybersicherheit unternommen. Die App:
bewahrt alle Anmeldedaten auf den Geräten der Benutzer auf
entfernt zentralisierte Server und Zwischenhändler aus der Gleichung
gibt den Nutzern die volle Kontrolle über ihre digitale Sicherheit.
Herkömmliche Cloud-basierte Passwort-Manager sind zwar bequem, aber aufgrund ihrer zentralisierten Speichermodelle zu attraktiven Zielen für Hacker geworden.
PearPass behebt diese Schwachstellen, indem es alle Daten lokal auf den Geräten der Benutzer speichert und eine verschlüsselte Peer-to-Peer-Synchronisation zwischen den vom Benutzer ausgewählten Geräten ermöglicht.
“Jede größere Sicherheitslücke beweist denselben Punkt: Wenn Ihre Geheimnisse in der Cloud gespeichert sind, gehören sie Ihnen nicht wirklich… PearPass beseitigt den einzigen Fehlerpunkt. Keine Server, keine Zwischenhändler, keine Hintertüren. Die Wiederherstellung und Synchronisierung über verschiedene Geräte hinweg erfolgt Peer-to-Peer, unter Ihrer Kontrolle. Das ist Sicherheit, die nicht ausgeschaltet, beschlagnahmt oder kompromittiert werden kann, weil sie nie in den Händen eines anderen war”, heißt es in der Ankündigung von Tether, die CEO Paolo Ardoino zitiert.
PearPass kombiniert Benutzerfreundlichkeit mit fortschrittlichen Sicherheitsfunktionen. Es verfügt über einen eingebauten Passwortgenerator, eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, die auf Open-Source-Kryptographie basiert, und eine Peer-to-Peer-Architektur, die sicherstellt, dass die Anmeldedaten niemals an Dritte weitergegeben werden.
Die Wiederherstellung erfolgt vollständig benutzergesteuert über private Schlüssel, wodurch die Abhängigkeit von externen Systemen entfällt.
PearPass setzt einen neuen Standard für dezentrale, quelloffene Sicherheit
Darüber hinaus ist PearPass vollständig quelloffen und von der Community geprüft, so dass Sicherheitsexperten und Nutzer die Software prüfen, verifizieren und zu ihr beitragen können.
Die Plattform wurde Berichten zufolge auch einer unabhängigen Sicherheitsprüfung durch Secfault Security unterzogen, einem Unternehmen, das sich auf offensive Sicherheit und kryptografische Analysen spezialisiert hat. Dies stärkt die Widerstandsfähigkeit der Plattform gegen reale Cyber-Bedrohungen.
Introducing🍐🔒 PearPass — the password manager that keeps your data on your devices.
Diese Veröffentlichung spiegelt die breitere Strategie von Tether wider, Technologien zu entwickeln, die dem Druck der Zentralisierung standhalten. Da Regierungen, Unternehmen und Vermittler zunehmend Zugang zu privaten Daten suchen, bietet PearPass ein Modell für Systeme, die privat, unabhängig und funktionsfähig bleiben, selbst in Szenarien mit hoher Bedrohung.
Allerdings vermeidet Peer-to-Peer die Risiken der Cloud:
Für Benutzer, die häufig das Gerät wechseln, kann es weniger bequem sein.
Die Wiederherstellung hängt vollständig davon ab, dass die Nutzer ihre eigenen Schlüssel verwalten, was für technisch nicht versierte Nutzer riskant sein kann.
Experten bezweifeln, dass der Durchschnittsverbraucher einen dezentralen Passwortmanager annehmen wird.
Und das in einer Zeit, in der die gängigen Cloud-basierten Optionen benutzerfreundlicher und in Browser und mobile Plattformen integriert sind.
Die Benutzer brauchen immer noch eine starke Sicherheit auf Geräteebene.
PearPass hilft zwar bei der Verhinderung von Cloud-Verletzungen, kann aber nicht vor Hacking, Malware oder physischem Diebstahl auf lokalen Geräten schützen.
Die verschlüsselte Peer-to-Peer-Synchronisierung ist vielversprechend, aber Peer-Netzwerke können zu Latenzzeiten, Synchronisierungsfehlern oder potenziellen Angriffsvektoren führen, wenn sie nicht richtig gesichert sind.
So sehr sich PearPass auf Open-Source-Audits und Secfault Security stützt, ist kein System völlig risikofrei. Skeptiker mögen darauf hinweisen, dass neuartige Peer-to-Peer-Lösungen unbekannte Risiken bergen, bis sie in realen Umgebungen umfassend getestet wurden.
Der Bitcoin-Kurs ist heute um fast ein Prozent gefallen und setzt damit seinen allgemeinen Abwärtstrend fort. In diesem Monat hat der Kurs schon 3,6 Prozent verloren. Jetzt deuten allerdings zwei wichtige Kennzahlen darauf hin, dass der Verkaufsdruck nachlässt.
Trotzdem warnen einige Analysten, dass die Kaufkraft weiterhin schwach ist. Das schränkt die Chancen für einen deutlichen Kurssprung zumindest kurzfristig ein.
Wichtige Kennzahlen: Verkaufsdruck auf Bitcoin-Kurs lässt nach
Laut Daten von CryptoQuant ist die Bitcoin-Kennzahl Coin Days Destroyed (CDD) deutlich gesunken. Zur Einordnung: CDD misst, wie lange Bitcoin in einer Wallet ungenutzt bleibt, bevor er bewegt wird.
Wenn ältere Coins bewegt werden, werden mehr Coin Days zerstört. Das deutet oft darauf hin, dass langfristige Halter ihre Coins verkaufen. Hohe CDD-Werte stehen meist für Verkaufsdruck durch diese Investoren, während niedrige CDD-Werte anzeigen, dass langfristige Halter ihre Bitcoin weiterhin behalten.
„Wir sind jetzt über einen Monat nach der großen Bitcoin-Bewegung von Coinbase. Deshalb kehren alle Durchschnittswerte allmählich zu normalen Niveaus zurück. Wenn wir uns Coin Days Destroyed (CDD) ansehen, erkennen wir deutlich einen starken Rückgang nach diesem Ereignis. Besonders interessant ist, dass dieser Rückgang nun deutlich unter das vorherige Hoch gefallen ist”, schrieb Darkfost.
Nach Ansicht des Analysten zeigt diese Entwicklung, dass die Aktivität von langfristigen Haltern abnimmt. Dadurch wechseln Bitcoins seltener zwischen älteren Wallets. Darkfost meint zudem, dass diese Veränderung auch größere Auswirkungen auf den Markt haben kann.
„Dieser Rückgang bei CDD ist ein positives Signal, denn langfristige Halter stellen nach wie vor die größte mögliche Verkaufsquelle dar, da sie den Großteil des Angebots halten.“
Der Analyst betont außerdem, dass der anhaltende Rückgang beim Verkaufsdruck durch langfristige Halter die allgemeine Belastung für den Markt mindert. Sollte der Trend anhalten, könnte sich dadurch ein Markt-Boden bilden.
Ein weiteres Zeichen zeigt sich bei Fonds, die Bitcoin als ETFs handeln. Seit Anfang November liegt der 30-Tage-Durchschnitt der Nettozuflüsse in die Bitcoin-ETFs im Minus. Das bedeutet, es gibt weiter mehr Aus- als Einzahlungen.
Allerdings wird das Minus langsam kleiner. Der 30-Tage-Durchschnitt nähert sich null an. Das deutet darauf hin, dass die ETF-Auszahlungen geringer werden als zuvor.
Angaben von SoSoValue unterstreichen diese Entwicklung. Am fünfzehnten Dezember lagen die Nettoabflüsse bei 357,69 Mio. USD. Dieser Wert sank am sechzehnten Dezember auf 277,09 Mio. USD und am achtzehnten Dezember auf 161,32 Mio. USD.
Die Abflüsse gingen am neunzehnten Dezember auf 158,25 Mio. USD und am zweiundzwanzigsten Dezember auf 142,19 Mio. USD weiter zurück. Dennoch sollte man trotz sinkender Tageszahlen beachten, dass dies keinen eindeutigen Richtungswechsel bestätigt.
Gleichzeitig merken Analysten von 10x Research an, dass sich die Marktbedingungen verändern. Die Firma, die seit Oktober eine bärische Haltung eingenommen hatte, beobachtet aktuell Veränderungen bei Derivaten, ETFs und technischen Indikatoren.
„Nachdem wir bärisch waren: Heute, zu dieser Stunde, werden wir Bitcoin kaufen. Das größte Bitcoin-Optionsverfall-Datum aller Zeiten steht bevor. Die Kursziele und das offene Interesse zeigen, wo sich Stress und Chancen aufbauen könnten. Gleichzeitig deuten Muster am Jahresende darauf hin, dass Phasen großer Vorsicht plötzlich einem starken Stimmungswechsel weichen, sobald Kalender und Risikobudgets neu beginnen. Auch die technischen Bedingungen ändern sich, was zeigt, dass die Balance zwischen Abwärtsdruck und Aufwärtschancen nuancierter wird”, heißt es in einem Beitrag.
Trotz dieser Signale braucht eine mögliche Kursrally wohl eine stärkere und dauerhafte Rückkehr der Nachfrage. Laut BeInCrypto sind die Stablecoin-Reserven auf großen Börsen stark gesunken. Die Mittelabflüsse haben in den letzten 30 Tagen fast 1,9 Mrd. USD erreicht.
Diese Abnahme spricht für eine schwächere Kaufbereitschaft und eine anhaltend vorsichtige Haltung im Markt. Zudem erwartet Ki Young Ju, CEO von CryptoQuant, dass sich die Stimmung erst in mehreren Monaten wieder bessern könnte.
Der US-Dollar (USD) steht zu Beginn des neuen Jahres an einem Wendepunkt. Nach mehreren Jahren mit starker Entwicklung – getrieben durch gutes US-Wachstum, entschlossene Zinserhöhungen der Federal Reserve (Fed) und immer wieder weltweite Unsicherheiten – beginnen die Bedingungen, die dem breiten USD-Anstieg geholfen haben, langsam nachzulassen, aber sie brechen nicht völlig weg.
FXStreet sieht das kommende Jahr eher als Übergangsphase und nicht als kompletten Wechsel.
USD: Ein Jahr voller Veränderungen
Für das Jahr 2026 wird erwartet, dass der Dollar etwas schwächer wird. Besonders profitieren dürften Währungen, die als unterbewertet gelten oder stark auf Veränderungen reagieren, denn die Zinsunterschiede werden kleiner und das weltweite Wachstum entwickelt sich ausgewogener.
Die Fed dürfte vorsichtig beginnen, ihre Politik zu lockern. Allerdings bleibt das Risiko für starke Zinssenkungen gering. Hohe Preise bei Dienstleistungen, ein starker Arbeitsmarkt und eine Politik, die viel Geld ausgibt, sprechen gegen schnelle Veränderungen der Geldpolitik in den USA.
US-Dollar-Index im letzten Jahrzehnt. Quelle: Macro Trends
In der FX-Welt bedeutet dies eher gezielte Chancen als einen breit anhaltenden Abwärtstrend für den US-Dollar.
Zu den Risiken auf kurze Sicht gehören erneut Streitereien um den US-Haushalt. Die Gefahr eines „Government Shutdown” dürfte kurzfristig immer wieder Schwankungen und eine gesteigerte Nachfrage nach dem Dollar auslösen, ohne aber den Trend des Dollars dauerhaft zu verändern.
Insgesamt steht im kommenden Jahr weniger das Ende der Dollar-Vormachtstellung im Fokus. Es geht eher darum, in einer Welt klarzukommen, in der der USD weniger unwiderstehlich, aber trotzdem noch unentbehrlich bleibt.
USD 2025: Vom Höhenflug zur Schwäche?
Im letzten Jahr gab es keinen starken Schock, sondern viele kleinere Ereignisse, die den US-Dollar immer wieder auf die Probe gestellt und seine Stärke am Ende bestätigt haben.
Es begann damit, dass viele dachten, das US-Wachstum würde bald nachlassen und die Fed würde schnell die Zinsen senken.
Die Inflation war auch weiterhin ein zentrales Thema. Zwar gingen die Preise insgesamt zurück, aber vor allem bei Dienstleistungen war das nicht gleichmäßig zu sehen.
Jede überraschende Zunahme der Preise brachte neue Diskussionen darüber, wie stark die Politik bremsen muss. Immer wieder war das Ergebnis ähnlich: Ein stärkerer Dollar und die Erinnerung, dass die Inflation noch nicht vollständig besiegt ist.
Auch die internationale Politik spielte eine Rolle. Konflikte im Nahen Osten, der Krieg in der Ukraine und unsichere Beziehungen zwischen den USA und China – besonders beim Handel – brachten immer wieder Unruhe an die Märkte.
Außerhalb der USA gab es zudem wenig Bewegung: Europa gelang es nicht, sichtbar an Schwung zu gewinnen, Chinas Erholung überzeugte nicht, und das schlechtere Wachstum in anderen Regionen sorgte dafür, dass der Dollar nicht dauerhaft schwächer wurde.
Dann gibt es noch den Trump-Faktor: Politik ist für den Dollar weniger ein klarer Einflussfaktor, sondern eher eine Ursache für immer wiederkehrende Schwankungen.
Wie die Zeitachse unten zeigt, profitiert der Dollar gerade in Momenten großer Unsicherheit rund um Politik oder die internationale Lage dank seiner Rolle als „sicherer Hafen“.
Trump-Zeitachse
Auch mit Blick auf 2026 dürfte dieses Muster bleiben. Eine erneute Trump-Präsidentschaft wird Auswirkungen auf den Devisenmarkt (FX) eher durch neue Unsicherheit bei Handel, Haushalt oder politischen Institutionen zeigen – weniger durch einen klaren politischen Kurs.
Die Geldpolitik der Fed ist weiterhin der wichtigste Anker für die Aussichten des US-Dollars. Märkte glauben immer mehr daran, dass die höchsten Zinsen schon hinter uns liegen.
Dennoch bleiben die Erwartungen, wie schnell und wie stark die Zinsen wirklich sinken, unsicher und wohl etwas zu optimistisch.
Die Inflation ist deutlich zurückgegangen, aber die letzte Etappe der Preissenkungen ist schwierig: Die Preise (sowohl die allgemeinen als auch die Kernpreise) liegen weiter über dem Zielwert der Bank von zwei Prozent.
Die Inflation bei Dienstleistungen bleibt hoch, Löhne steigen nur langsam schwächer und die Finanzbedingungen sind insgesamt leichter geworden. Obwohl der Arbeitsmarkt nicht mehr überhitzt, ist er im Vergleich zur Vergangenheit weiterhin robust.
US-Inflation seit 2022
Vor diesem Hintergrund dürften die Zinssenkungen der Fed langsam und abhängig von der Entwicklung kommen – nicht in Form eines radikalen Lockerungskurses.
Für den Devisenmarkt heißt das: Die Zinsunterschiede werden sich wahrscheinlich nicht so schnell verringern, wie es die Märkte bisher angenommen haben.
Das heißt, dass eine Schwäche des USD, die durch Zinssenkungen der Fed ausgelöst wird, eher ruhig und schrittweise verlaufen dürfte – nicht sprunghaft.
Staatshaushalt und politischer Zyklus
Die US-Finanzpolitik bleibt ein bekanntes Problem für den Ausblick des USD. Große Defizite, steigende Schulden und eine stark gespaltene politische Lage sind keine kurzfristigen Dinge mehr. Sie gehören jetzt zum Alltag.
Es gibt einen deutlichen Konflikt.
Einerseits unterstützt eine ausgedehnte Finanzpolitik weiterhin das Wachstum. Das verzögert eine echte Abschwächung der Wirtschaft und stärkt indirekt den USD, weil die USA besser dastehen als andere Länder.
Andererseits bringt die stetige Erhöhung der US-Staatsanleihen viele Fragen zur Tragfähigkeit der Schulden mit sich. Es bleibt unsicher, wie lange globale Investoren bereit sind, das immer größere Angebot aufzukaufen.
Die Märkte sind bisher erstaunlich ruhig in Bezug auf die sogenannten „Doppeldefizite“. Die Nachfrage nach US-Anlagen bleibt hoch. Das liegt unter anderem an der hohen Liquidität, guten Renditen und dem Mangel an echten Alternativen in dieser Größenordnung.
Die Politik bringt aber noch mehr Unsicherheit mit.
Wahljahre – mit Zwischenwahlen im November 2026 – sorgen für mehr Risikoaufschläge und kurzfristige Schwankungen am Devisenmarkt.
Der letzte Regierungsstillstand ist ein gutes Beispiel: Auch wenn die US-Regierung nach 43 Tagen wieder arbeitet, ist das Grundproblem noch nicht gelöst.
Die Politiker haben die nächste Frist für die Finanzierung auf den 30. Januar verschoben. Damit bleibt das Risiko einer neuen Blockade weiter bestehen.
Bewertung und Marktposition: Viel los, aber noch intakt
Aus Bewertungssicht ist der US-Dollar nicht mehr günstig, aber auch nicht extrem teuer. Der reine Blick auf den Wert war jedoch selten ein sicherer Auslöser für starke Wendepunkte im Dollar-Zyklus.
Beim Blick auf die Positionen wird es spannender: Die spekulativen Positionen haben sich klar verändert, denn die Netto-Short-Positionen im USD sind auf den höchsten Stand seit Jahren gestiegen. Ein großer Teil des Marktes setzt also schon auf einen schwächeren Dollar.
Das spricht nicht gegen die bärische Sicht, verändert aber das Risiko. Wenn die Positionen so einseitig werden, ist anhaltender Druck auf den USD schwieriger. Gleichzeitig steigt die Gefahr, dass viele auf einmal wieder zurückkaufen.
All das ist besonders wichtig, weil es immer wieder überraschende politische Entscheidungen oder geopolitische Spannungen geben kann.
Zusammengefasst sprechen die hohe Bewertung und die extremen Short-Positionen nicht für einen klaren Bärenmarkt beim USD. Eher gibt es ein Auf und Ab mit Phasen der Schwäche, die regelmäßig von schnellen, teilweise stärkeren Bewegungen in die andere Richtung unterbrochen werden.
US-Dollar-Index im Vergleich zu Netto-Positionen auf offene Kontrakte
Geopolitik: Warum investieren jetzt viele in sichere Häfen?
Geopolitik bleibt eine eher leise, aber zuverlässige Unterstützung für den USD.
Statt einem einzelnen großen geopolitischen Schock gibt es aktuell viele kleinere Risiken, die sich aufbauen.
Die Spannungen im Nahen Osten sind ungelöst, der Krieg in der Ukraine belastet Europa weiterhin und die Beziehungen zwischen den USA und China sind angespannt. Zusätzlich gibt es Störungen in den Welt-Handelswegen und einen neuen Wettkampf um wichtige Bereiche, was für anhaltende Unsicherheit sorgt.
All das bedeutet nicht, dass der USD immer gefragt sein wird. Doch zusammen zeigen diese Risiken ein bekanntes Muster: Wenn Unsicherheit steigt und plötzlich viel Liquidität gefragt ist, profitiert der USD weiterhin besonders stark von Zuflüssen als sicherer Hafen.
So entwickeln sich die wichtigsten Währungspaare
● EUR/USD: Der Euro sollte etwas Unterstützung finden, wenn sich die konjunkturellen Bedingungen bessern und die Sorgen um Energiepreise nachlassen. Dennoch sind Europas tieferliegende Strukturprobleme nicht verschwunden. Schwaches Wachstum, wenig Spielraum in der Finanzpolitik und eine Europäische Zentralbank, die wahrscheinlich früher lockert als die Fed, begrenzen das Aufwärtspotenzial.
● USD/JPY: Japans langsamer Abschied von der sehr lockeren Geldpolitik sollte dem Yen etwas helfen. Aber der Zinsabstand zu den USA bleibt groß und das Risiko von Eingriffen der Behörden ist immer da. Du solltest darum mit vielen Schwankungen und schnellen Richtungswechseln rechnen, nicht mit einem ruhigen, anhaltenden Trend.
● GBP/USD: Das Pfund hat es weiterhin schwer. Das Wachstum ist schwach, der finanzielle Spielraum ist gering und die Politik sorgt für Unsicherheit. Die Bewertung bringt wenig Unterstützung und Großbritannien fehlt ein klarer konjunktureller Rückenwind.
● USD/CNY: Chinas Politik setzt weiter auf Stabilität statt auf mehr Wachstum. Der Abwertungsdruck auf den Renminbi bleibt, aber die Behörden wollen keine plötzlichen oder starken Bewegungen. Damit ist das Risiko begrenzt, dass eine USD-Stärke auf andere asiatische Währungen übergreift. Gleichzeitig gibt es aber auch nur wenig Potenzial für Währungen, die eng an Chinas Entwicklung hängen.
● Rohstoffwährungen: Währungen wie der Australische Dollar, Kanadische Dollar und die Norwegische Krone könnten profitieren, wenn die Risikostimmung besser wird und sich die Rohstoffpreise stabilisieren. Trotzdem bleiben diese Gewinne wahrscheinlich ungleichmäßig und hängen stark von chinesischen Wirtschaftsdaten ab.
Szenarien und Risiken für 2026: Was auf dich zukommen kann
Im Grundszenario (60 Prozent Wahrscheinlichkeit) verliert der USD nach und nach an Wert, weil die Zinsabstände kleiner werden und das globale Wachstum weniger unterschiedlich ausfällt. Das wäre ein Prozess der schrittweisen Anpassung, keine plötzliche Umkehr.
Ein bullischeres Ergebnis für den USD (rund 25 Prozent) könnte auftreten, wenn sich bekannte Faktoren durchsetzen: Die Inflation bleibt hartnäckig, Leitzinssenkungen der Fed werden weiter verschoben (oder finden gar nicht statt) oder ein geopolitischer Schock sorgt erneut für eine starke Nachfrage nach Sicherheit und Liquidität.
Das bärische US-Dollar-Szenario hat eine geringere Chance von ungefähr 15 Prozent. Dafür müsste sich das globale Wachstum klar und anhaltend erholen und die Fed die Zinsen spürbar senken, sodass der Zinsvorteil des Dollars deutlich schrumpft.
Eine weitere Unsicherheit betrifft die Fed selbst. Da Powells Amtszeit im Mai endet, werden die Märkte wohl schon vorher genau darauf achten, wer als Nächstes kommt – noch bevor es wirkliche Veränderungen gibt.
Wenn man denkt, dass eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger lockerer handeln könnte, könnte das nach und nach das Vertrauen in den USD schwächen. Dadurch verliert auch die Unterstützung durch reale US-Zinsen etwas an Kraft. Wie bei vielen aktuellen Prognosen ist die Auswirkung wahrscheinlich nicht gleichmäßig, sondern hängt stark vom Zeitpunkt ab und ist unterschiedlich stark ausgeprägt.
Zusammengefasst gelten die Risiken weiterhin eher für zeitweise Phasen von Stärke beim USD, auch wenn die allgemeine Richtung mit der Zeit eher sanft nach unten zeigt.
USD: Aktuelle Kursanalyse
Technisch gesehen sieht die letzte Korrektur des USD aktuell eher wie eine Pause in einer größeren Spanne aus und nicht wie der Anfang eines klaren Trendwechsels – zumindest, wenn man den US Dollar Index betrachtet.
Wenn du dir die Wochen- und Monatscharts anschaust, wird das Bild noch klarer: Der DXY liegt weiterhin deutlich über dem Stand vor der Pandemie. Immer wenn es Stress im System gibt, steigen Käufer wieder ein.
Nach unten ist der erste wichtige Bereich bei etwa 96,30. Das ist ungefähr das Niveau der Tiefs der letzten drei Jahre. Sollte die Marke deutlich unterschritten werden, wäre das bedeutend. Dann könnte auch der langfristige 200-Monats-Durchschnitt knapp über 92,00 wieder relevant werden.
Darunter wäre der Bereich unter 90,00 wichtig. Dieser wurde zuletzt rund um die Tiefs aus 2021 getestet. Das wäre dann die nächste große Unterstützung.
Nach oben ist der 100-Wochen-Durchschnitt bei etwa 103,40 zunächst ein ernstzunehmendes Hindernis. Ein Ausbruch darüber könnte dann den Weg zum Bereich um 110,00 freimachen.
Diese 110,00 wurden zuletzt Anfang Januar 2025 erreicht. Wenn (und falls) auch dieses Niveau überschritten wird, rückt das Hoch nach der Pandemie nahe 114,80 in den Blick. Dieses wurde Ende 2022 gesehen.
Die technische Lage passt damit gut zur allgemeinen makroökonomischen Entwicklung. Es gibt Spielraum nach unten. Allerdings ist ein ruhiger, unangefochtener Rückgang eher unwahrscheinlich.
Tatsächlich zeigen die Charts einen DXY, der weiterhin in einer Spanne bleibt, schnell auf Stimmungswechsel reagiert und oft starke Gegenbewegungen sehen kann – statt in einem klaren Trend nur in eine Richtung zu verlaufen.
US Dollar Index (DXY), Wochenchart
Fazit: Das Hoch ist vorbei, der Vorteil bleibt
Im kommenden Jahr wird der USD wohl trotzdem weiter eine zentrale Rolle im weltweiten Finanzsystem spielen.
Allerdings endet wohl eine besonders günstige Phase, in der Wachstum, Politik und Geopolitik dem USD klar geholfen haben.
Wenn sich diese Faktoren langsam neu ausgleichen, dürfte der Greenback an Höhe verlieren – aber nicht an Bedeutung. Für Anleger und Politik ist die Herausforderung, zwischen kurzfristigen Rücksetzern und echten langfristigen Wendepunkten zu unterscheiden.