Börsen-Aktivität der Bitcoin-Wale steigt 2026: Droht eine Korrektur?
Bitcoins (BTC) Erholung Anfang 2026 könnte nicht lange anhalten, denn neue Daten zeigen, dass der Verkaufsdruck steigen könnte. Trader, die Long-Positionen halten, sollten auch an andere Bedingungen denken, um ihr Risiko zu verringern.
On-Chain-Daten zeigen, dass Bitcoin-Wale auf den Börsen aktiver werden. Besonders in einer Phase mit wenig Handelsvolumen ist dieses Verhalten riskant.
Bitcoin-Wale: Zufluss-Verhältnis im Januar auf neuem Höchststand
Eines der auffälligsten Signale ist der „All Exchanges Whale Ratio“ (EMA14), der jetzt so hoch wie seit zehn Monaten nicht mehr steht.
Dieser Wert zeigt das Verhältnis von den zehn größten Zuflüssen zu allen Zuflüssen auf Börsen. Ein hoher Wert bedeutet, dass Wale die Krypto-Börsen stark nutzen.
Obwohl die Bitcoin-Bestände auf Börsen weiterhin sinken, unter anderem wegen der Nachfrage von DATs und ETFs, kann der plötzliche Anstieg dieses Verhältnisses ein Warnsignal sein. Es deutet an, dass die BTC-Bestände auf Börsen wieder steigen könnten.
„Diese Entwicklung passt dazu, dass Bitcoin nach einer Korrekturphase versucht, sich zu erholen. Das Muster zeigt eine mögliche Strategie der Wale: Sie nutzen die Kauf-Liquidität, um Gewinne mitzunehmen und den aktuellen Markt als Ausstiegsmöglichkeit zu sehen“, sagte CryptoOnchain, ein Analyst von CryptoQuant, in einem Kommentar.
Außerdem macht die immer schwächere Liquidität im Markt ein plötzliches Kurs-Ausschlagen und mehr Volatilität wahrscheinlicher.
Laut einem Beitrag von Glassnode auf X ist das Spot-Handelsvolumen von Bitcoin und Altcoins jetzt so niedrig wie zuletzt im November 2023.
„Diese schwächere Nachfrage steht im deutlichen Gegensatz zu den Bewegungen nach oben im Markt. Sie zeigt, dass hinter der aktuellen Kursstärke immer weniger Liquidität steckt“, berichtete Glassnode auf X.
In einem Markt mit wenig Liquidität reicht schon wenig Kaufdruck, damit die Kurse steigen. Umgekehrt kann bereits mäßiger Verkaufsdruck deutliche Kursverluste auslösen.
Wenn Wale auf Krypto-Börsen wie erwartet verkaufen, könnte zusammen mit der dünnen Liquidität die über 6 Prozent Erholung bei Bitcoin und der 10 Prozent Sprung der gesamten Altcoin-Marktkapitalisierung schnell vorbei sein.
Analyst Willy Woo betonte zudem, dass die Bitcoin-Transaktionsgebühren stark gesunken sind und nannte den Markt ein „Geisterstadt“.
Diagramme zur Mempool-Nutzung und den Transaktionsgebühren zeigen, dass On-Chain-Aktivität auf neue Tiefststände gefallen ist. Beide Werte sind deutlich gesunken, was weniger Transaktionen anzeigt. Weniger Aktivität auf der Chain bedeutet schwächere Ein- und Ausflüsse von Kapital und macht den Markt weniger dynamisch.
Woo rechnet zwar mit einem kurzfristigen Pump im Januar, weil die Liquidität vorerst niedrig bleibt. Auf längere Sicht bleibt der Ausblick jedoch bärisch, denn echte Aktivität fehlt weiterhin.
Kurzfristig erwarten manche Analysten einen Rücksetzer von Bitcoin zu den Zonen um 90.000 USD und 88.500 USD. Diese Bereiche passen zudem zu einer neu entstandenen CME-Lücke.
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