5 Gründe, warum Tom Lees Argumente für BitMines Aktienzuwachs nicht überzeugen

5 Gründe, warum Tom Lees Argumente für BitMines Aktienzuwachs nicht überzeugen

BitMines Vorschlag, die erlaubte Aktienzahl stark zu erhöhen, führt zu immer mehr Unmut bei den Aktionären, obwohl das Unternehmen verstärkt auf Ethereum als zentrales Treasury-Asset setzt.

Tom Lee erklärt diesen Schritt als langfristige Maßnahme für mehr Flexibilität und nicht als sofortige Verwässerung. Dennoch sagen immer mehr Investoren, dass die Struktur, das Timing sowie die Anreize unangenehme Fragen aufwerfen.

Fünf Gründe, warum Tom Lees BitMine-Strategie kaum Fans überzeugt

Tom Lees Vorstoß, die erlaubte Aktienzahl bei BitMine zu erhöhen, sollte die langfristige Überzeugung des Unternehmens in Ethereum unterstreichen.

Stattdessen zeigt sich immer deutlicher ein Streit, da viele befürchten, dass der Vorschlag die Kontrolle schwächt, während die Gefahr einer Verwässerung steigt.

Kritiker lehnen die Ethereum-Idee selbst nicht ab. Sie fragen jedoch, ob Struktur, Timing und Anreize des Plans wirklich den Wert der Aktionäre schützen. Fünf Hauptargumente erklären, warum Lees Strategie immer weniger Befürworter findet.

1. Dringlichkeit schwächt das Narrativ der „Zukunftsaufspaltung“

Ein Hauptkritikpunkt ist das Timing. Lee verweist auf mögliche Aktiensplits in der Zukunft, zum Beispiel, wenn Ethereum sehr hohe Kurse erreicht, und begründet so die höhere Aktienzahl schon heute.

Investoren meinen jedoch, dass dies nicht zur aktuellen Situation von BitMine passt. Das Unternehmen hat schon etwa 426 Millionen ausgegebene Aktien von 500 Millionen erlaubten. Es bleibt also kaum Spielraum.

„Warum Aktien schon heute für einen theoretischen Split in einigen Jahren freigeben?“, fragte ein Analyst und ergänzte, dass Aktionäre „gern bei einem Split zustimmen würden, wenn der Kurs es rechtfertigt“.

Kritiker sagen außerdem, dass die Eile eher zum Ziel passt, weiter Aktien auszugeben, um ETH zu kaufen.

2. Skalieren ohne Limits: Das erwartet dich jetzt

Auch die gewaltige Höhe des Antrags macht Investoren Sorgen: von 500 Millionen auf 50 Milliarden Aktien.

Selbst um das laut BitMine genannte Ziel von fünf Prozent ETH-Anteil zu erreichen, müsste das Unternehmen nur einen Bruchteil dieser Zahl ausgeben.

„Warum also der Wunsch nach 50 MILLIARDEN?“, schrieb Analyst Tevis und nannte das „völlig übertrieben“ sowie ein „Allergrößtes Blankoscheck für das Management“.

Kritiker argumentieren, dass der Vorschlag künftige Abstimmungen der Aktionäre überflüssig macht und damit eine wichtige Kontrolle entfernt.

3. ETH-Wachstum oder Gewinn für Anleger: Was zählt mehr?

Ein weiterer Streitpunkt sind die Anreize für das Management. Vorschlag 4 koppelt Tom Lees Bonus an die Menge der gesamten ETH-Bestände statt an ETH pro Aktie.

Grundsätzlich unterstützen Investoren erfolgsabhängige Boni. Einige sagen aber, dass die gewählte Kennzahl Wachstum um jeden Preis belohnt.

Tevis warnte, dass ein „Gesamt-ETH“-KPI Wachstum auch dann belohnt, wenn durch Verwässerung der Anteil pro Aktie sinkt. Dagegen würde ein Ziel für „ETH pro Aktie“ für mehr Schutz sorgen.

4. Angst vor Ausgaben unter NAV

Die Sorgen vor Verwässerung steigen, seit BitMine nicht mehr deutlich über dem Nettoinventarwert (NAV) gehandelt wird. Tevis sagte, er habe „bei Kursen über NAV null Sorge“ wegen Verwässerung gehabt, aber das sieht nahe am NAV anders aus.

BitMine net asset value (NAV)
Nettoinventarwert (NAV) von BitMine. Quelle: TradingView

Nach Meinung der Kritiker senkt eine breite Freigabe neuer Aktien die Schwelle, um Aktien unter NAV auszugeben. Das würde dazu führen, dass pro Aktie dauerhaft weniger ETH hinterlegt ist.

„Gibt BMNR neue Aktien unter NAV aus, sinkt die ETH-Deckung je Aktie dauerhaft“, schrieb Tevis.

5. ETH: Kritik an Spot- und Equity-Investments

Inzwischen geht die Diskussion so weit, dass manche Investoren sagen, es könnte besser sein, einfach selbst ETH zu halten. Andere äußern ähnliche Bedenken und warnen, der Vorschlag ermögliche es, Aktionäre mit kurzfristiger ATM-Verwässerung zu überraschen.

Trotz der Kritik betonen viele ablehnende Aktionäre, dass sie weiterhin bullisch auf Ethereum sind und die Grundidee von BitMine unterstützen.

Sie wünschen sich jedoch klarere Regeln, bevor sie dem Management einen Blankoscheck für eine der volatilsten Krypto-Anlagen geben.

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